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Man beschimpft sie daher auch
als undankbares Gesindel, aber wie ich finde, völlig zu unrecht. Wo liegt denn
der Unterschied zu den alten Bundesländern? Ganz einfach, die Menschen
Mitteldeutschlands hatten nach dem Fall der Mauer keine andere Möglichkeit als
sich bewußter mit dem hier bestehenden System auseinander zusetzen, und mußten
dabei zwangsläufig auf viele Irritationen,
Unstimmigkeiten, Lügen und falsche Behauptungen der Politiker und Gesetze
stoßen und sich darüber zu recht aufregen.
Wann hat den der normale
Bewohner im Westen das letzte Mal ein Buch über diese Thematik in der Hand
gehabt oder sich darüber informiert, ob alles seine Richtigkeit hat was seine Politiker so getrieben und beschlossen
haben? Der Prozeß der systematischen Verdummung ging fast schleichend von
statten, und erstreckte sich über die gesamte Medienlandschaft, das man sich
zwar hin und wieder wunderte, aber nichts in Frage stellte und somit auch nichts
mitbekam. Niemals wäre jemand auf die Idee gekommen sich an anderer Stelle, als
an der Offiziellen zu informieren, im Gegenteil, selbst im Urlaub in den
entferntesten Ländern reiste seine Verdummungsmaschine in Form der Pildzeitung
und anderer Wurstblätter hinterher. Die Macher dieser Kampagne ließen ihre Opfer wirklich keinen Augenblick aus den
Augen.
Selbst heute
noch fahren diese "Spießer" hoch, wenn sie etwas vom Deutschen Reich und Grenzen
von 1937 hören, ohne zu bemerken, wie blind sie eigentlich schon sind,
denn das steht in ihren eigenen Gesetzesblättern und div. Urteilen des
Bundesgerichtshofes, aufstehen, wecken, das ist keine Erfindung von „rechts“
oder ein Traum, sondern Realität! Wenn Pisa nicht wäre, könnte
man es ja
zumindest lesen, erklären lassen kann man es sich ja von der Pildzeitung,
wie immer schon. Für
wie doof die Presse die Bürger hält, sieht man ja an „Pild Dir Deine Meinung“,
also man soll sich die Pild kaufen, diese unwiderlegbaren Tatsachen lesen und
sich daraus eine Meinung bilden, Jungs das ist schon die Meinung, und zwar die
von Pild, ihr sollt sie nur übernehmen und die „Schnauze“ halten.
Das soll keine Entschuldigung
für die Alt Bundesbürger sein, aber wir sollte auch etwas daraus machen und
uns dieselben Fragen stellen, um endlich zu bemerken, wer macht da was mit uns.
Wie es aber zur zeit aussieht, scheint man in diesen Reihen noch fest zu
schlafen, erst, wenn man ihnen die Decke wegzieht und sie bekommen einen kalten
Hintern werden sie munter. Außerdem waren die Mitteldeutschen schon geschult im
Umgang mit einer Diktatur des Proletariats und entwickelten daraus ein feines
„Näschen“ für Ungerechtigkeit, Spitzfindigkeiten, lügende Politiker und
nichts sagendes Geschwafel, mit anderen Worten die Menschen wußten genau, wem
sie vor sich hatten, was der wollte und wie man ihn begegnen mußte, ohne seinen
Hals zu riskieren. Nach dem Motto „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“.
Deswegen bin ich selbst etwas
irritiert, wie viele der Mitteldeutschen mit wehenden Fahnen, als „Stimmvieh“
der Parteien alles widerspruchslos übernommen haben. Waren 45 Jahre DDR Staat
nicht genug Unterdrückung der persönlichen Freiheit und eingesperrt im eigenen
Lande noch nicht Strafe genug?
Aber vermutlich sind es diese
Typen von Menschen, die jedem hinterher laufen würden, solange er etwas
verspricht oder angemessen droht und ihrem kleinen persönlichen Glück nicht im
Wege steht. Es werden auch wieder jene sein, die nach dem Fall dieses Systems
einem Neuen, was immer auch kommen wird ohne zu fragen, zulaufen werden. Leider
haben wir von der Sorte Menschen auch eine sehr große Anzahl in den alten
Bundesländern.
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